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Konzept der Jugendarbeit des Aufbaubereichs (E- und D-Jugend) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 15:20 Uhr

Konzept des Aufbaubereich

 

Die der Jugendabteilung des Jugendfördervereins West Göttingen anvertrauten Kinder und Jugendlichen werden – gerade im Bereich des aufbauenden Trainings in den unteren Altersklassen - nicht nur sportlich, sondern auch persönlich gefördert. Neben den fußballerischen Inhalten liegt das Augenmerk auch auf allgemeingültigen Werten wie Fairness, Respekt und Toleranz, die für die Kindern auch im schulischen, beruflichen und zwischenmenschlichen Bereich hilfreich sind. Den Trainern und Betreuern kommt somit durch ihre Vorbildfunktion eine große Bedeutung und verantwortungsvolle Aufgabe zu.

 

I.  Allgemeine Ziele

 

  1. Den Kindern und Jugendlichen wird von Anfang an Respekt und Toleranz gegenüber allen beteiligten Sportkameraden vermittelt.
  2. Sowohl leistungsorientierte als auch Spieler, die aus Spaß an der Freude Fußball spielen, werden in ihrem Vorhaben gleichwertig unterstützt, betreut und beraten.
  3. Sportliches Ziel der Jugendarbeit ist, jeden Spieler so auszubilden, dass er gemäß seines individuellen Leistungsstandes gefördert wird und sich verbessern kann. Das Training ist an die individuellen Bedürfnissen der Kinder durch spiel- und ballorientierte Übungsformen angepasst.

 

II. Grundsätzliches

  • Die Förderung und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen hat immer Vorrang vor dem Erreichen persönlicher Ziele.
  • Die Trainer achten auf:
    • die sportliche und faire Einstellung im Umgang mit den eigenen Mannschaftskameraden, Schiedsrichtern und Gegnern,
    • abwechslungsreiches Training durch Austausch mit den anderen Teamtrainern, Informationen aus entsprechenden Internetangeboten oder Fachliteratur.
    • ausreichend Lob zur Förderung der Eigenmotivation der Spieler.
    • die Fähigkeit zum Teamgeist zu fördern durch Spielformen im Training, respektvollen Umgangston, gemeinsame Aktionen und Rituale wie z.B. Spielerkreis vor Spielbeginn etc.,
    • die selbstkritische Auseinandersetzung mit der eigenen Leistung und den Vorgaben des Trainers durch Einzel- oder Teamgespräche.

 

III. Trainingsrahmen und -inhalte

Das Training ist nach folgenden Schwerpunkten ausgerichtet:

  • Bis zur C-Jugend steht grundsätzlich der Ball im Mittelpunkt des Trainings. Kraft- und Ausdauertraining gehören in den Bereich der älteren Jahrgänge. Stattdessen ist die Häufigkeit und Qualität der Ballkontakte entscheidend für die Entwicklung der Kinder. Alle Kinder brauchen im Training einen Ball und die Übungen sind auf eine möglichst große Anzahl von spielorientierten Ballkontakten ausgerichtet. Dazu gehört auch die beidfüssige Förderung aller Spieler in möglichst jeder Trainingseinheit.
  • Die Kinder und Jugendlichen spielen in den für sie vorgesehenen Altersklassen. Es ist vorgesehen, die Mannschaften weitestgehend nach Jahrgangsstufen zusammenzufassen, damit die Kinder sich über einen längeren Zeitraum einspielen und altersentsprechend entwickeln können.
  • Die Kommunikation der Trainer untereinander und mit der sportlichen Leitung wird durch regelmäßige Sitzungen sichergestellt.
  • Gemeinsame Aktionen wie z.B. der Erwerb des DFB-Abzeichens fördern den Teamgeist der Mannschaften und sind fester Bestandteil der Jahresplanung. Die Planung und Durchführung gemeinsamer Aktionen erfolgt in Abstimmung mit den Trainern, der sportlichen Leitung und dem Koordinator bei den gemeinsamen Trainertreffen.

 

  • Für die E-Jugend heißt das:
    • Spielerische Vermittlung von fußballerischen Inhalten und Förderung der Freude am Fußball stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit. Dazu gehört auch bei Niederlagen eine entsprechend positive und aufbauende Reaktion durch den Trainer.
    • Erlernen der wichtigsten Fußball-Techniken in Grobform wie Dribbling, Innenseite- und Spannstoß, Ballan- und -mitnahme und Finten. Diese Techniken üben die Kinder mit regelmäßig mit beiden Füssen in spielnahen Situationen mit Torabschluss.
    • Auch konditionelle Trainingsanteile werden ausschließlich mit Ball trainiert (gilt ebenso für den D-Jugendbereich).
    • Förderung der Kreativität, des Selbstvertrauen und des Teamgeistes durch spielnahe Übungsformen.
    • Nach Möglichkeit erfolgen bereits Anfänge von positionsgebundenem Training. Grundlagen für ein gutes Zusammenwirken der Mannschaftsteile werden z.B. durch Torwarttraining, Training für Defensiv- und Offensivspieler sowohl einzeln als auch in den Mannschaftsteilen gelegt.

 

  • In der D-Jugend sind Schwerpunkte:
    • Spaß am Fußball durch spiel- und ballorientiertes Training.
    • Fördern der Kommunikation innerhalb der Mannschaft durch Anregungen und Spielformen.
    • Systematische und regelmäßige Festigung der Techniken mit beiden Füssen in unterschiedlichen Spielsituationen und -formen mit Torabschluss.
    • Spielerisches Vermitteln zur Festigung taktischer Grundlagen in kleinen Gruppen mit großer Anzahl von Ballkontakten. Inhalte sind hier z.B. das Zusammenwirken der Spieler (auch Torwart) bei Defensiv- und bei Offensivaufgaben.
    • Fördern persönlicher Eigenschaften wie Selbstständigkeit, Bereitschaft zu regelmäßigem Training und Fairplay durch Übernahme von kleineren Aufgaben wie z.B. Beteiligung am Aufbau der Übungsstationen, selbständige Regelbeachtung bei Spielformen, Gerätschaften nach Trainingsende einsammeln, Erklären bestimmter Techniken durch bereits gut geübte für noch nicht so versierte Spieler.

 

Dieses Konzept wurde von der sportlichen Leitung in Kooperation mit den Teamtrainern und –betreuern erstellt und vom Hauptvorstand beschlossen. Der vorgegebene Rahmen ist für die entsprechenden Teile der Jugendabteilung verbindlich. Die einzelnen Mannschaften setzen es innerhalb des Rahmens eigenständig um. Bei jeglichen Fragen zur Umsetzung und zur Unterstützung in fachlichen und organisatorischen Inhalten stehen den Trainern der Koordinator und die sportliche Leitung zur Verfügung. Das Konzept der aufbauenden Jugendabteilung des JFV West Göttingen unterliegt einer laufenden kritischen Prüfung durch sportlichen Leitung und Trainer. Es wird bei Bedarf schnellstmöglich angepasst.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. Oktober 2011 um 11:34 Uhr